Edget Baandnet Children Center e.V. Germany
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Verwaltung in Awassa

Unser Partner vor Ort:
Das „Forum for Human Rights and Development“ (FHRD)

Waisenkinder werden in Äthiopien von verschiedenen behördlichen Stellen beaufsichtigt: Die Stellen für Frauenangelegenheiten, Soziale Angelegenheiten, Stadtverwaltung, Schulbehörde sind als „Aufsicht“ für das von uns finanzierte Waisenhaus zuständig. Sie wollen Berichte, besuchen in unregelmäßigen Abständen das Haus. Die Pflege dieser Beziehungen ist nur mit einer guten äthiopischen Partnerorganisation vor Ort zu leisten.

Nach Verhandlungen, die sich über einige Wochen hinzogen, entschieden wir uns, mit der Nichtregierungsorganisation (NGO) FHRD zusammenzuarbeiten.

Die Partnerschaft mit dem neuen Dachverein des Waisenhauses haben wir in einem „Agreement of Understanding“ niedergelegt. In Kurzfassung:

Da unsere Philosophie davon ausgeht, dass 100% der Spenden bei der Zielgruppe ankommen sollen, erlauben wir uns nur 1% (!) Verwaltungskosten, die allein vom Vorstand und den registrierten Mitgliedern  getragen werden. Wir sind nur willens, Kinder und deren unmittelbaren Betreuer zu finanzieren, ein Dachverband muss also ein „originäres“ Interesse an uns haben. Im Gegenteil: wir erwarten, dass uns der Rücken freigehalten wird gegenüber der undurchsichtigen Verwaltungsbürokratie, dass die notwendigen 3-Monatsberichte und die Buchprüfung (Pflicht: extern über eine Ausschreibung in öffentlichen Presseorganen!) vom Dachverband erledigt wird – eine Kostenerstattung für die Buchprüferin und ständige Kontaktperson zum Waisenhaus (ca. 200 €/ jährl.) wurde beschlossen.

Der von uns jetzt ausgewählte Verein „Forum for Human Rights and Development (FHRD)“, jetzt nach dem neuen NGO-Gesetz registriert als "Center of Concern" (Stand: 07/2010), scheint dieses Interesse zu haben. Dort fürchtet man ein neues NGO-Gesetz, das hier vielen NGO’s das Wasser abgraben wird und will mit dem Ausweg „Hilfe für missbrauchte Mädchen und Waisen und div. Projekte für Kinder und Jugendliche“ das neue Gesetz umschiffen... eine Win-Win-Situation... Außerdem verspricht man sich von uns Know-How (Beratung) und Kontakte zu weiteren deutschen Organisationen, die evtl. Mittel bereitstellen können/wollen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit liegt also im gegenseitigen Interesse.


Awassa - Hauptstadt einer Region mit 15 Mio. Einwohnern

Bis in die Regierungsspitze hatte sich herumgesprochen, dass NGO Managements  in aller Regel nur Eigeninteressen verfolgen: Schöne Projektfahrzeuge (mit denen es sich auch am Wochenende gut promenieren lässt), vergleichsweise üppige Gehälter... warum sollen dann Spendengelder auch noch bei Bedürftigen ankommen? Einschlägige Erfahrungen mit UNICEF vor Ort bestärkten auch uns in dieser Ansicht. Deswegen die Verabschiedung eines sehr restriktiven NGO-Gesetzes in Äthiopien. Projekte, die Waisenkinder unterstützen sind nach wie vor von den neuen Regelungen ausgenommen.  

Unsere neue Partnerorganisation in Awassa wurde 2005 von Anwälten und Richtern (u.a. auch dem Präsidenten des höchsten Gerichts) gegründet, deren Hauptziel „Schutz der Menschenrechte“ ist. Aufklärung, kostenlose Rechtsberatung (für Mütter mit Kindern, Kindern & Jugendlichen) und Gründung von Einrichtungen, die in diesem Sinne arbeiten sind die Hauptaktivitäten.

Das FHRD wird u.a. gefördert von der Schweizer Evangelisch-Lutherischen Kirche, Genf.

Unsere deutsche Landesdirektorin, arbeitet eng mit dem FHRD zusammen, die Nachrichten fließen per email nach Hamburg.


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